„Das FamS”  
Brabandtstraße 5
38100 Braunschweig

Tel. 0531-120 55 44 - 0 Fax 0531-120 55 44 - 9 info@dasfams.de

 


Wer wird überprüft?

Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie legt fest welche Tagesmütter und Tagesväter zu überprüfen sind.

Es sind alle Tagespflegepersonen deren Erlaubnis zur Kindertagespflege nach Ablauf von 5 Jahren erneuert wird sowie Tagespflegepersonen, die neu mit ihrer Tätigkeit begonnen haben, im 2. oder 3. Jahr ihrer Tätigkeit.

Tagespflegepersonen, die in Zusammenschlüssen arbeiten, werden gemeinsam überprüft. D. h. beide Prüferinnen kommen am selben Tag in die Pflegestelle und beobachten jeweils eine der beiden.


Wie werden die Termine vergeben?
Die ausgewählten Tagespflegepersonen erhalten vom „Das FamS“ einen Brief mit einer Terminübersicht und sind aufgefordert, sich im „Das FamS“ zu melden, um einen Überprüfungstermin zu buchen. Hier gilt das Prinzip wer zuerst kommt, wählt zuerst.

Nach Ablauf der Anmeldefrist, erhalten die Qualitätsüberprüferinnen die Kontaktdaten der angemeldeten Tagespflegepersonen. Wenige Tage vor dem Besuch nehmen sie Kontakt zu ihnen auf, um die Einzelheiten für die Überprüfung zu besprechen und die Uhrzeiten für Beginn und Ende der Überprüfung abzustimmen.

Die Tagesmütter/-väter können sich mit dem Fragebogen und einer Fortbildung auf den Überprüfungsbesuch vorbereiten.

Wie verläuft die Qualitätsüberprüfung?

Die Überprüfung beginnt nach Absprache, gewöhnlich dann, wenn die Tageskinder gebracht werden. Da zumindest eine Ankommsituation beobachtet werden soll, beginnt sie auf jeden Fall vor dem Bringen des letzten Kindes. Die Beobachtungsphase endet gewöhnlich mit der Mittagsruhe.

Bei Tagespflegepersonen, die ausschließlich Schulkinder betreuen, finden die Überprüfungen entsprechend nachmittags statt.

Neben der Beobachtung gehört auch ein ausführliches Interview zur TAS-Qualitätsüberprüfung. Dieses Gespräch von ca. 1 Stunde (Interview, Austausch und Rückmeldung) erfordert eine ungestörte Atmosphäre und findet direkt im Anschluss an die Beobachtung statt (z.B. während die Tageskinder Mittagsruhe halten). Es kann auch zeitnah an einem anderen Tag oder abends durchgeführt werden, wenn z.B. in der Mittagszeit keine Ruhe möglich ist. Ob Beobachtung und Interview am gleichen Tag stattfinden oder nicht bespricht die Überprüferin mit der Tagespflegeperson.

Während der Beobachtungsphase soll die Prüferin möglichst nicht angesprochen und auch nicht in die Interaktion mit den Kindern eingebunden werden, damit sie sich auf das Beobachten konzentrieren kann.

Im Anschluss an die Hospitation erhält die Tagespflegeperson ein kurzes Feedback zu den ersten Eindrücken und auch einen Hinweis, ob die erforderliche Mindestpunktzahl von 3 Punkten in jedem Merkmal erreicht wurde. Falls sie die Mindestpunktzahl in einem oder mehreren Merkmalen nicht erreicht, erhält sie praktische Hinweise und Tipps zur Nacharbeit in diesen Bereichen.

Wurde in allen Bereichen die erforderliche Mindestpunktzahl erreicht, wird die Teilnahmebescheinigung zusammen mit dem ausgewerteten Fragebogen zugeschickt.

Wenn im Durchschnitt aller Merkmale eine Punktzahl über 5 erreicht wurde, wird zudem das Qualitätszertifikat (mit Bewertung „gut“ oder „sehr gut“) ausgestellt und ebenfalls zugesandt.

Sollte in einem oder mehreren Merkmal/en die erforderliche Mindestpunktzahl nicht erreicht worden sein, so werden konkrete Auflagen mitgeteilt, verbunden mit einer bestimmten Frist zur Nachbesserung. In diesem Fall wird die Teilnahmebescheinigung erst nach dem Nachweis der Nachbesserung zugestellt.

Da bei Nachbesserungsbedarf kein Qualitätszertifikat erreicht werden kann, empfiehlt es sich, dass man sich anhand des Fragebogens vorbereitet und ggf. im Vorfeld der Überprüfung Veränderungen vornimmt.

Wird bis zum Ende der Frist ausreichend nachgebessert, ist das Überprüfungsverfahren danach abgeschlossen. Erfolgt keine ausreichende Nachbesserung geht eine entsprechende Mitteilung an den Fachbereich und das Verfahren zum Entzug der Pflegeerlaubnis wird eingeleitet.

Wer erfährt die Ergebnisse?

Die Beobachtungsergebnisse dienen in erster Linie der Tagespflegeperson als Feedback zur beobachteten Qualität und zu konkreten Verbesserungsmöglichkeiten oder -notwendigkeiten. Sie werden in der Regel nicht an „Das FamS“ oder den Fachbereich Kinder, Jugend und Familie weitergeleitet.

Der Fachbereich erhält von den Qualitätsprüferinnen lediglich eine Kopie der Teilnahmebescheinigung nach Ablauf einer erfolgreichen Überprüfung. Diese Bescheinigungen geben keine konkreten Informationen oder Punktwertungen weiter, sondern belegen nur, dass die erforderliche Mindestpunktzahl erreicht wurde und dienen zudem als Beleg für die Zahlung der Aufwandsentschädigung. Wenn ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielt wurde und ein Qualitätszertifikat ausgestellt werden soll, erfährt der Fachbereich die im Gesamtdurchschnitt erzielte Punktzahl.

„Das FamS“ erhält gar keine Informationen zu den Ergebnissen. Lediglich wenn ein Qualitätszertifikat erreicht wurde und die Tagespflegeperson dies auf der Das FamS Homepage bekannt geben möchte, erfährt „Das FamS“ davon durch die Tagespflegeperson.

Ausnahmen:

  • Die Mindestpunktzahl wurde nicht erreicht und die Auflagen erfordern eine Zusammenarbeit mit dem „Das FamS“ (z.B. Fachberatungsstunden). Dann wird „Das FamS“ über die Auflage unterrichtet.
  • Die Frist zur Nacharbeit wird nicht ausreichend genutzt und das Verfahren zum Entzug der Pflegeerlaubnis muss eingeleitet werden. Dann erhält der Fachbereich die detaillierten Bewertungsergebnisse und Informationen zur Auflage.
  • In diesem Fall erhält „Das FamS” die Mitteilung, dass das Verfahren eingeleitet wurde und keine weitere Vermittlung mehr möglich ist.

zurück zu „TAS - Qualitätsüberprüfung”

Stand: November 2016