„Das FamS”
Brabandtstraße 5
38100 Braunschweig

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Letzte Änderung: 25.03.2012

Entgeltregelung und finanzielle Leistungen der Stadt Braunschweig


Laut einem Ratsbeschluss der Stadt Braunschweig vom 20. Mai 2009 wurde der nach § 23 Abs. 2 Ziffer 1 und 2 i.V. mit Abs. 2a SGB VIII zu zahlende Betrag für die laufenden Geldleistungen in der Kindertagespflege von 2,73 € stufenweise wie folgt erhöht:

Ab 1. Januar 2009: 3,20 € pro Stunde pro Kind
Ab 1. August 2009: 3,80 € pro Stunde pro Kind
Ab 1. Januar 2010: 4,10 € pro Stunde pro Kind
Das städtische Entgelt von aktuell 4,10 € pro Stunde pro Kind wird für maximal 10 Stunden am Tag gezahlt. Erfolgt die Betreuung in Ausnahmefällen über Nacht, erhält die Tagespflegeperson ¼ des städtischen Entgelts für die Schlafenszeit.

Die Auszahlung des Tagespflegeentgelts erfolgt zum 15. eines Monats.

Die gesetzliche Neuregelung verpflichtet die Kommunen außerdem

  • zur hälftigen Erstattung der anfallenden Renten- sowie Kranken- und Pflegeversicherungskosten

Weiterhin erstattet die Kommune

  • den Beitrag zur Unfallversicherung/BGW in voller Höhe

Diese Erstattungen sind für die Tagespflegeperson steuerfrei und müssen nicht auf den Gewinn angerechnet werden.

Das Programm berechnet die laufende Entgeltzahlung auf der Grundlage, der von den Eltern gebuchten Stunden (lt. Vereinbarung) und ermittelt, ob und in welcher Höhe Versicherungskosten anfallen, die dann ebenfalls zur Auszahlung gebracht werden.
Bei abweichenden Bedarfen im Einzelfall können die pauschal ermittelten Erstattungen angepasst werden, das heißt:

  • Tagespflegepersonen, deren Zahlungen an die Versicherungsträger höher liegen, als der pauschal ermittelte Betrag, können ihre Bescheide in der Entgeltstelle einreichen. Ihre Erstattungsbeträge werden dann den realen Kosten angepasst.
  • Tagespflegepersonen, die keine Versicherungsbeiträge abführen, können dies ebenfalls anzeigen und die Zahlung der Erstattungen wird dann eingestellt.


Seit der Umstellung auf das neue Berechnungssystem werden keine Bescheinigungen für neue Betreuungsverhältnisse mehr an die Tagespflegepersonen verschickt. Es gilt, was auf der Vereinbarung von Eltern und Tagespflegeperson unterschrieben wurde (Beginndatum und Stundenumfang). Die Tagespflegeperson kann sich darauf verlassen, dass die Inhalte der Vereinbarungen von der Entgeltstelle anerkannt werden – sofern sie mit den AVB übereinstimmen (z.B. nicht mehr als 10 Std. tägl.). Allen Tagespflegepersonen wird deshalb empfohlen, sich eine Kopie von der unterschriebenen Vereinbarung aufzuheben.

Den Tagespflegepersonen wird auch keine Mitteilung mehr über die Beendigung von Betreuungsverhältnissen (Kündigungen) zugeschickt. Wer eine Kopie der Kündigung benötigt – z.B. als Nachweis für Sozialversicherungsträger – kann sich an Das FamS wenden.

Außerdem mussten die Abrechnungsmodalitäten im Zusammenhang mit der Umstellung auf das neue Programm verändert werden. Dabei wurde das Ziel verfolgt, Unterzahlungen an die Tagespflegepersonen zu vermeiden und ihnen eine möglichst hohe Planungssicherheit zu gewährleisten. Aus diesem Grund werden die Betreuungsstunden pro Tag bei der Berechnung des Auszahlungsbetrages pauschal aufgerundet. Grundsätzlich erfolgt die Ermittlung des Auszahlungsbetrages nach einer neuen Formel auf der Grundlage von 21 Arbeitstagen/Monat.

Formel für die Berechnung des Auszahlungsbetrages:

Schritt 1: Wochenstunden* : 5 = Std. pro Tag
(Ergebnis wird immer aufgerundet)

Schritt 2: Std./Tag x 21 Arbeitstage x 4,10 € = Auszahlungsbetrag

Die pauschale Aufrundung des Auszahlungsbetrages wird anhand der folgenden Beispiele deutlich:

Beispiel a):
Schritt 1: 12 Wochenstunden : 5 = 2,4 Std./Tag entspricht 3 Std./Tag
(hier wird auf 3 Std./Tag aufgerundet, das heißt auf 15 Wochenstunden!)

Schritt 2: 3 Std./Tag x 21 x 4,10 € = 258,3 €

Beispiel b):
Schritt 1: 15 Wochenstunden : 5 = 3 Std./Tag
(hier ändert sich nichts, da die Wochenstundenzahl durch 5 teilbar ist)

Schritt 2: 3 Std./Tag x 21 x 4,10 € = 258,3 €

(*Wochenstunden = Summe aller Betreuungsstunden von Mo-So)

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