Häufig gestellte Fragen zur Betreuung bei einer Tagespflegeperson

Muss ich feste Zeiten buchen?
Die Kindertagespflege wird individuell vereinbart, das kann an jedem Wochentag - wie im Kindergarten - von 8:00 bis 15:00 Uhr sein. Es ist aber auch möglich, die Tagespflege nur an einzelnen Wochentagen in Anspruch zu nehmen. Die tägliche Betreuungszeit kann variieren, 1-10 Stunden sind möglich. In der Vereinbarung, die Sie gemeinsam mit der Tagespflegeperson ausfüllen, geben sie die Betreuungszeiten an.

 

Was ist, wenn sich der Betreuungsbedarf ändert?
Wenn Sie feststellen, dass sich Ihr Bedarf an Betreuungszeiten verändert, Sie also die Betreuungsstunden erhöhen oder reduzieren möchten und Ihre Tagespflegeperson damit einverstanden ist, können diese Änderungswünsche im laufenden Monat berücksichtigt werden.
Dazu füllen Sie noch einmal ein Vereinbarungsformular aus und lassen wieder alle Sorgeberechtigten und die Tagespflegeperson unterschreiben. Kreuzen Sie dieses Mal bitte „Änderungsantrag” an und reichen das Formular umgehend beim Das FamS ein, damit die Entgeltberechnung für beide Seiten entsprechend berücksichtigt werden kann.

 

Wird das Elterngeld für die Berechnung des Kindertagespflegeentgelts mit zum Familieneinkommen gezählt?
Das "alte" Elterngeld, das für Geburten bis 31.12.2006 gezahlt wird, zählt nicht zum Familieneinkommen. Das Elterngeld ab 01.01.2007 bleibt bis 300,-€ anrechnungsfrei, der übersteigende Betrag wird mit eingerechnet.

 

Kann ich das Entgelt, das ich privat an die Tagespflegeperson zahle, steuerlich geltend machen?
Ja, wichtig ist jedoch, dass Sie dem Finanzamt folgende Unterlagen einreichen:

  • die Rechnung der Tagesmutter bzw. der Arbeitsvertrag, den Sie mit der Kinderbetreuer*in im Elternhaushalt abgeschlossen haben,
  • der Nachweis der Zahlung auf das Konto der Tagespflegeperson.

 

Muss ich als Empfänger/in von Leistungen nach SGB II (z.B. Hartz IV, Wohngeld, etc.) eine Zuzahlung leisten?
Als Empfänger/in von Leistungen nach SGB II, SGB XII, Wohngeldgesetz, Asylbewerberleistungsgesetz oder wenn Sie Kinderzuschlagsberechtigt sind, sind Sie von der Zahlung des Kindertagespflegeentgelts an die Stadt Braunschweig befreit. Wenn die Tagespflegeperson, die Sie ausgewählt haben, jedoch zu dem städtischen Entgelt ein privates Entgelt verlangt, müssen Sie dieses selbst zahlen.

 

Wie kann ich das Betreuungsverhältnis beenden?
Nach § 13 Abs. 1 der Allgemeinen Vertragsbestimmungen für die Kindertagespflege in der Stadt Braunschweig kann Ihr Kind jederzeit bis zum 15. dieses Monats zum Ende des Monats abgemeldet werden. Das bedeutet, dass eine Kündigung immer nur zum Monatsende möglich ist! Ein Kündigungsformular finden Sie im Downloadbereich auf www.dasfams.de. Sollten Sie darüber hinaus einen Betreuungsvertrag mit der Tagespflegeperson abgeschlossen haben, gelten die dort genannten Fristen für das privat zu zahlende Entgelt.

 

Das Haushaltseinkommen hat sich geändert, wird jetzt das Entgelt für die Kindertagespflege neu berechnet?
Wenn sich das Einkommen um mindestens 15 % verringert, wird das Kindertagespflegeentgelt auf Antrag neu festgesetzt. Liegt der neue Entgeltantrag mit Einkommensnachweis bis spätestens 3 Monate nach dem Veränderungszeitpunkt vor, so wird ab dem Zeitpunkt der Veränderung neu festgesetzt. Bei späterer Anzeige und Vorlage des Nachweises erfolgt die Neufestsetzung mit dem Beginn des Monats, in dem der Nachweis vorliegt.
Wenn sich das Einkommen um mindestens 15 % erhöht, muss dies unverzüglich schriftlich angezeigt werden! Die Neufestsetzung erfolgt ab dem Zeitpunkt der Veränderung, ggf. auch rückwirkend.

 

Können wir vorzeitig kündigen, weil wir unser Kind einige Tage vor Monatsende nicht zur Tagespflegeperson bringen möchten?
Es gilt die in den Allgemeinen Vertragsbestimmungen festgelegte Kündigungsfrist (Kündigung zum jeweiligen Monatsende bis spätestens zum 15. einreichen). Zudem sind die vereinbarten Kündigungsfristen aus dem Privatvertrag mit der Tagespflegeperson bindend bzw. zu berücksichtigen – sofern ein Privatvertrag vereinbart wurde.

Die Tagespflegeperson hält für die vereinbarte Zeit einen Betreuungsplatz für Ihr Kind vor. Wenn Sie aus persönlichen Gründen (z.B. Urlaub) Ihr Kind schon einige Tage vor dem Monatsende nicht mehr in die Betreuung bringen, rechtfertigt dies keine außerordentliche Kündigung. Die Tagespflegeperson hält ja trotzdem den Betreuungsplatz vor und hat ihn in dieser Zeit nicht anderweitig vergeben. Analog zur Kita zahlen Sie für den bereitgestellten Platz auch wenn Sie ihn nicht jeden Tag voll ausnutzen.

Sollte Ihre Tagespflegeperson jedoch ebenfalls ein Interesse daran haben, den Betreuungsvertrag vor dem Monatsende aufzulösen (z.B. weil sie schon ein neues Tageskind für diesen Platz gefunden hat), können Sie gemeinsam eine außerordentliche Kündigung einreichen. Sie ist von beiden Vertragsparteien zu unterzeichnen, um das gegenseitige Einvernehmen deutlich zu machen.

Hat die Tagespflegeperson kein eigenes Interesse an einer vorzeitigen Kündigung, ist sie berechtigt auf dem Einhalten der Fristen zu bestehen.

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 17 Dezember 2020 09:27

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