„Das FamS”  
Brabandtstraße 5
38100 Braunschweig

Tel. 0531-120 55 44 - 0 Fax 0531-120 55 44 - 9 info@dasfams.de

 

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Aktualisierung RAT-Förderung geht weiter

Mit dem Runderlass des Niedersächsischen Kultusministeriums vom 16.02.2015 ist eine Neufassung der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für den Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren (RAT) in Kraft getreten. Die Richtlinie ist im Nds. MBl. Nr. 28/2015 vom 22.07.2015, S. 903 veröffentlicht. Für einen Tagespflegeplatz, mit dessen Vorhaben nach dem 01.04.2014 begonnen wurde und das bis spätestens zum 31.12.2017 abgeschlossen ist, kann eine Zuwendung in Höhe von 4.000,- € gewährt werden. Je Tagespflegeplatz müssen dabei zuwendungsfähige Ausgaben in Höhe von mindestens 4.300,- € entstehen. Dementsprechend setzt sich die neue Förderung so zusammen:

4300,00 € Gesamtausgaben
4000,00 € Fördersumme
300,00 € Eigenanteil

Ab sofort können die Zuwendungen nach RAT beantragt werden. Bitte die Anträge bei Herrn Peters, Stadt Braunschweig einreichen. Er unterstützt Sie auch, wenn Sie Fragen zur Antragstellung haben (Tel. 0531-470 84 67)

Bitte beachten Sie: Die Neufassung der Richtlinie Ausbau Tagesbetreuung enthält im Vergleich zur Richtlinie in der Fassung vom 04.02.2014 geänderte Vorschriften zum vorzeitigen Vorhabenbeginn. Die Richtlinien und Antragsunterlagen finden Sie hier

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Foodwatch-Studie –
Kinderlebensmittel sind überwiegend ungesund


Im Frühjahr 2015 hat die WHO Europa ein Methode veröffentlicht, die es den Regierungen erlaubt, die Lebensmittel nach einheitlich festgelegten Kriterien in gesunde und ungesunde Lebensmittel zu unterscheiden und daran Werbeverbote zu knüpfen. 2007 hatten sich einige führende Lebensmittelunternehmen selbst verpflichtet, ihr Marketing verantwortungsvoll zu gestalten. Eine aktuelle Foodwatch-Studie zeigt nun, dass diese jedoch weiterhin überwiegend ungesunde Produkte für Kinder vermarkten (von 281 getesteten Produkten für Kinder waren 252 nicht für Kinder geeignet). 

Somit hat sich seit dem Marktcheck 2012 (von 1514 getesteten Kinderprodukten zählten 73,3% zur roten Kategorie der Ernährungspyramide) keine Verbesserung gezeigt. Bei den Babylebensmitteln sieht es ähnlich aus, die meisten Produkte enthalten zu viel Zucker(bis zu 25%) und sind daher ungeeignet bzw. sogar gesundheitsgefährdend (Überfütterung, Kariesbildung etc.). Im Ergebnis essen und trinken viele Kinder in Deutschland zu süß, zu fett und zu salzig und haben vermehrt gesundheitliche Probleme (Karies, Fettleibigkeit und chronische Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Gelenkprobleme, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen).

Unser Tipp: Seien Sie misstrauisch, wenn Lebensmittel für Kinder beworben werden und prüfen sie die Inhaltsstoffe genau! Oft findet sich neben der gesunden Portion Milch ein Unmaß an ungesundem Zucker oder Fett.

Von Nutella bis Caprisonne – Fotostrecke der getesteten Produkte
Informationen zu ungesunden Baby Nahrungsmitteln (2014)
Kinderlebensmittel unter der Lupe (Marktcheck 2012)
Info zum WHO Nährstoff-Profiling
Wie die Industrie Kinder zu falschem Essen verführt


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„Sehen – Verstehen – Handeln“
Kostenfreie Elternberatung

Die Stadt Braunschweig bietet Familien mit 0-3 jährigen Kindern ein neues kostenfreies Beratungsangebot, die EPB (entwicklungspsychologische Entwicklungsberatung). Geschulte Beraterinnen besuchen sie und unterstützen Eltern, da wo diese im Umgang mit ihren Kleinen unsicher sind, an ihre Grenzen kommen oder nicht ganz verstehen, was ihr Kind möchte.

Mehr Infos zum Angebot und die Kontaktdaten finden Sie hier.

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Vortrag „Gipfelstürmer brauchen ein Basislager“

Dieser Vortrag wurde am 4. März in Kooperation mit der Stadt Braunschweig (Pflegekinderdienst und Kita-Abteilung) durchgeführt und richtete sich an Tagespflegepersonen, Eltern und pädagogische Mitarbeiter/innen der Kindertagesstätten

Frau Dr. Dipl.-Psych. Ann-Kathrin Bockmann zeigte auf wie Erwachsene Kinder in ihrer Entwicklung gezielt unterstützen können. Interessierte können die Powerpoint zum Vortrag hier herunterladen.


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Haus der Kulturen

Das Braunschweiger Haus der Kulturen spiegelt einen Teil der Vielfalt in unserer Stadt wider und ist ein Ort, der Begegnungen und Austausch anbietet und ermöglicht.
Auch die Kindertagespflege ist geprägt von einer großen Bandbreite unterschiedlicher Herkunft – sowohl bei den Tagespflegepersonen als auch bei den Kindern.
Wir empfehlen deshalb über den Tellerrand zu gucken und sich der Vielfalt zu öffnen. Anregungen dazu finden Sie z.B. im aktuellen Programm des Hauses der Kulturen



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Sonderregelung zur Krankenversicherung für Tagespflegepersonen verlängert

Der Deutsche Bundestag hat am 11.06.2015 das Versorgungsstärkungsgesetz verabschiedet. Darin enthalten ist auch eine Verlängerung der Sonderregelung des § 10 SGB V zur Einstufung der selbstständig, tätigen Tagespflegepersonen.

Danach ist bei Tagespflegepersonen, die bis zu fünf gleichzeitig anwesende, fremde Kinder in Kindertagespflege betreuen, keine hauptberuflich selbstständige Tätigkeit anzunehmen. Dementsprechend gilt für freiwillige Mitglieder in der Gesetzlichen Krankenversicherung weiterhin eine geringere Mindestbemessungsgrundlage. Allerdings ist mit der Fortgeltung der Sonderregelung auch verbunden, dass weiterhin kein Anspruch auf Krankengeld besteht

Diese Sonderregelung sollte ursprünglich Ende des Jahres 2015 auslaufen, wurde nun letztmalig bis 31. Dezember 2018 verlängert.

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Personelle Veränderungen

Sowohl im Das FamS als auch beim Team des Pflegekinderdienstes (PKD) hat es im ersten Halbjahr Veränderungen gegeben.

Mitte Mai haben Frau Hünting und Frau Brasche (beide PKD) ihre Arbeitsbereiche getauscht, so dass Frau Brasche nun für die Tagespflegepersonen von Frau Hünting zuständig ist.

Ebenfalls Mitte Mai hat Andreas Ketteler-Eising die Vertretung unserer Kollegin Maike Wörndel übernommen, die in den Mutterschutz ging.

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Runder Tisch „Kindertagespflege“ und Jugendhilfeausschuss (JHA) am 02.07.2015

Auf Anregung des Jugendhilfeausschusses (Feb. 2014) wurde ein Runder Tisch Kindertagespflege eingerichtet, der durch Fr. Dr. Bender im Rahmen des Projekts „Anschwung“ moderiert wurde. Dieser traf sich das erste Mal am 11. Juni 2014.
Teilnehmende sind Fr. Brandes und Fr. Erzberger (Tagespflegepersonen), Fr. Tetzel (AG §78/Kita), Fr. Ritter und Fr. Heuer (Kita-Leitungen Stadt und Paritätischer), Fr. Meseke-Hahn (städt. Kitafachberatung), Fr. Reinmüller, Fr. Vollmer und Hr. Peters (Stadt/ Abt. Besondere Erziehungshilfen/ Pflegekinderdienst), Fr. Engel (Stadt/ Abt. Verwaltung) sowie Fr. Plentz und Fr. Wöllnitz (Das FamS)

Bis Ende Januar haben 7 moderierte Sitzungen stattgefunden zu den Themen:

  • Weiterentwicklung von Vertretungslösungen für Kindertagespflege und Kooperation Tagespflege mit Kitas
  • Lösungsansätze zur Bearbeitung rechtsrelevanter Fragestellungen
  • Aufbau einer gemeinsamen Arbeitsstruktur/-kultur

Ende Januar 2015 lief das Projekt „Anschwung“ aus und damit endete die Moderationstätigkeit von Fr. Dr. Bender. Jedoch besteht Einigkeit, dass es weiterhin einen Runden Tisch Kindertagespflege geben soll.
Zunächst wurde der Runde Tisch im JHA vorgestellt. Die Vorlage lesen Sie hier.

Das FamS wird aufgrund personeller Veränderungen und auch wg. des Kita-Streiks erst nach den Sommerferien mit den Vernetzungen (Tagespflegepersonen und ausgewählte Kitas) beginnen.

Außerdem im JHA behandelt:


Diesen wurde nicht zugestimmt, sondern Beratungsbedarf zu der Vorlage angemeldet.
Die Vorlage wurde einvernehmlich zurückgestellt
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Neue Vertretungsmodelle werden weiter gefördert
Die im letzten Jahr modellhaft erprobten neuen, zusätzlichen Vertretungsmodelle sollen weiterhin gefördert werden. Die Entscheidung fiel im Februar 2015

Springerkraft
Demnach besteht für Braunschweiger Tagespflegepersonen in Zusammenschlüssen die Möglichkeit eine Springerkraft einzustellen und dafür einen monatlichen Zuschuss der Stadt Braunschweig in Höhe von 588,78 € zu erhalten. Diese Möglichkeit wurde zudem auch einzelnen Tagespflegepersonen eröffnet. Die Springerkraft muss geeignet, überprüft und qualifiziert sein, entsprechend den Standards, die für alle Tagespflegepersonen gelten.

„4plus1“ oder „3plus1“ Modell
Im „4plus1“ schließen sich 5 Tagespflegepersonen zu einem Vertretungsmodell zusammen, im „3plus1“ Modell sind es 4 Tagespflegepersonen. Jede hält einen Platz frei, der nur im Vertretungsfall belegt wird und erhält dafür seitens der Stadt Braunschweig eine Bereitschaftspauschale von 430,50 € pro Monat (entspricht 5 Stunden pro Tag).

Tagespflegepersonen, die Interesse an einem Vertretungsmodell haben – egal ob alt oder neu - melden sich bitte im Das FamS.

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Aktualisierte Vordrucke

Die Entgeltstelle bittet darum, dass die Eltern für die Beantragung der Entgeltregelung und für den Nachweis der Einkünfte (Verdienstbescheinigung) nur noch die neuen Vordrucke verwenden.

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Leistungsorientierte Vergütung in der Kindertagespflege

Leistungsorientierte Vergütung in der Kindertagespflege
Zwar legt das SBG VIII fest, dass die Entgeltzahlung an die Tagespflegepersonen „angemessen“ zu sein hat, jedoch gibt es keine verbindliche Regelung was als „angemessen“ oder „leistungsgerecht“ zu werten ist. In ihrer Studie „Leistungsorientierte Vergütung in der Kindertagespflege“haben Stefan Sell und Nicole Kukula 2012 die bestehende Praxis bundesweit erhoben und Modelle für eine leistungsorientierte Vergütung zur Diskussion gestellt.

Diese Studie wurde aktualisiert und die neuen Ergebnisse dieses Jahr veröffentlicht.


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ElterngeldPlus und flexiblere Elternzeit

Seit 01.01.2015 gelten neue Regelungen zum Elterngeld. Mit dem neuen ElterngeldPlus können Mütter und Väter Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit künftig besser miteinander kombinieren und an ihre Bedürfnisse anpassen. Eltern, die frühzeitig in Teilzeit wieder in den Beruf einsteigen, bekommen länger finanzielle Unterstützung und gewinnen so Zeit für die Familie. Auch die Elternzeit kann künftig noch flexibler gestaltet werden. Mehr dazu hier.

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Aktuelle Werte für das Jahr 2015

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat die "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen der Kindertagespflege" aktualisiert und die Bemessungsgrenzen und Freibeträge für Versicherungen und Steuer auf den Stand von Januar 2015 gebracht. Sie sind hier abrufbar.

Ein Übersichtsblatt mit den aktualisierten Werten 2015 finden Sie hier.